Honig mit BIO-Zertifizierung?

Honig mit BIO-Zertifizierung?

Welche Unterschiede gibt es zu „normalen“ Honigen? Sehr viele und die meisten betreffen das Wohlbefinden des Biens.
Das bedeutet für uns Imker einen Mehraufwand und Kosteneinsatz, um eine natürliche und biologische Bienenhaltung zu ermöglichen. Aber das Resultat, der geerntete Honig entschädigt diese Arbeitsweise.

Wir sind auf dem Weg

Wir haben uns bei einer BIO Zertifizierungsstelle (BIOS) in Österreich registriert und haben nun innerhalb eines bzw. zwei Jahres/en verschiedene Prozesse zu durchlaufen.
Dies beginnt mit der Aufnahme des Bienenstands, der Begutachtung der Beuten (Bienenstöcke), der Probenentnahme aus den Waben und er Vorlage von Rechnungen und Zertifikaten über die biologischen Betriebsmittel, wie z.B. Wachs und Medikamente.

Die Bienenwohnungen (Beuten) sind vollständig aus natürlichen Materialien (Holz, Stroh, Lehm) und unbehandelt sein.
Außenbehandlung nur mit speziellen Rohstoffen und Lasuren, natürlich, ökologisch und unbedenklich, zulässig.

Der Wabenbau erfolgt auf Mittelwänden aus biozertifiziertem Wachs. Hier soll auch die Möglichkeit des Naturbaus gegeben sein.

Die Fütterung der Bienen sollte ausschließlich über eigenen Honig und Pollen des Volkes erfolgen. Sollte aus überlebensnotwendigen Gründen eine Zufütterung nötig sein, ist auch hier nur zertifiziertes Futter, biologischer Honig, biologischer Zucker/Zuckersirup zu verwenden. Pollenersatzstoffe sind verboten.

Schädlingsbekämpfung, Krankheitsvorsorge sowie Varroa-Bekämpfung haben ebenso auf biologische Art und Weise und so schonend wie möglich zu erfolgen.
Auch hier sind nur bestimmte zertifizierte Produkte zugelassen.

Die Ernte und Lagerung des Honigs sind ebenfalls an Prozesse und Vorschriften gebunden. So darf der Honig nur geschleudert und nicht gepresst werden. Bei der Verarbeitung des Honigs darf die Temperatur nie über 40°C gehen.
Lagerung nur in Edelstahlgefäßen, Kunststoffgebinde sind maximal für den Transport erlaubt.

Auch die Qualität des Honigs hat bestimmte Grenzwerte einzuhalten.
So darf der Wassergehalt maximal 18% betragen. Gute Honige liegen zwischen 15 und 17%.
Der HMF-Gehalt (Hydroxymethylfurfural) darf maximal 10mg/kg betragen, sowie die Enzymaktivität mit mindestens 37,5 Einheiten.

Und zum Schluss noch der „Papierkram“, wie überall im Geschäftsleben, haben auch BIO-Imker Aufzeichnungspflichten.
Nur ein paar davon sind die Behandlungsbuch, Fütterungsaufzeichnungen, Völkerbestandslisten und Stockkarten.

Und so wissen Sie nun, was den Unterschied zwischen den günstigen Honigen und unseren zukünftigen BIO-Honigen ausmacht.

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