Die Herstellung von Honig

Honig ist ein wahres Naturprodukt, ein Geschenk, welches uns Menschen quasi verzehrfertig von den Bienen zur Verfügung gestellt wird.

…ist ein komplexer und einzigartiger Prozess und wird in mehreren Schritten durchgeführt.
Honig ist ein wahres Naturprodukt, ein Geschenk, welches uns Menschen quasi verzehrfertig von den Bienen zur Verfügung gestellt wird.
Die Honigherstellung ist ein aufwendiger Prozess, den die Bienen in perfekter Teamarbeit erledigen.
Honig ist nichts anderes als durch Bienen veränderter und eingedickter Blütennektar bzw. Honigtau. Wir Imker*innen stellen nur noch sicher, dass der von den Bienen produzierte Honig sicher, sauber und lagerfähig an die Verbraucher*innen übergeben wird.

Wie stellen unsere Bienen den Honig genau her?

Die Honigherstellung ist ein aufwändiger Prozess, welchen die Bienen in Teamarbeit erledigen.
Und es ist wirklich eine perfekte Gemeinschaftsarbeit. Die Sammlerin kommt zum Stock und übergibt den Honig an die Transportbiene, die wartet schon am Eingang. Es ist ein Prozess von Abgeben und Aufnehmen. Während dieses Prozesses verdampft immer mehr Wasser, sodass der Honig trockener wird. Man sagt, dass der ursprüngliche Nektar bzw. Honigtau die dreifache Menge des fertigen Honigs war.

Bienen sammeln Nektar und Pollen, um daraus ihr Futter herzustellen. Damit wird der laufende Betrieb gewährleistet und Überschüsse für schlechte Zeiten eingelagert. Baubienen machen aus kleinen Wachsplättchen die typischen Wabenzellen. Darin werden die Futtervorräte eingelagert. Durch das Hinzufügen von etwas Propolis werden Keime und Erreger davon abgehalten, sich an dem kostbaren Lagergut zu bedienen.

Die Bienen wandeln den aus aus dem Zweifachzucker Saccharose bestehenden Nektar in die Einfachzucker Fruktose und Glukose um, entziehen dem Nektar Wasser, setzen Enzyme zu und speichern ihn in den Waben, damit der Honig für den Winter konserviert wird.
Wir Imker*innen „rauben“ den Bienen also im Prinzip die eingelagerte Nahrung, die das Volk benötigt, um durch den Winter zu kommen. Im Gegenzug werden die Bienen für die kalte Jahreszeit mit einer biologischen Zuckerlösung zugefüttert, da insbesondere biologisch arbeitende Imker*innen, wie wir, den Bienen nicht den gesamten Honigvorrat wegnehmen.

Die Aufgaben von uns Imker*innen

Wir übernehmen also den „perfekten“ Honig und verarbeiten ihn weiter:
Wir Imker*innen ziehen die in Holzrahmen von den Bienen gebauten Waben aus dem Stock. Da die Bienen den Honig zum Schutz mit Wachs überziehen, müssen die Waben „entdeckelt“ werden, d.h. die obere Wabenschicht wird abgekratzt. Die nun geöffneten Waben werden entweder per Hand oder maschinell geschleudert (es gibt aber auch Presshonig, der nicht geschleudert wird). Mit Hilfe der Schleuderung oder des Pressens wird der Honig aus den Waben gewonnen. Nach dem Schleudern wird er durch verschieden feine Siebe gefiltert, gerührt und abgefüllt.

Durch das fachmännische Rühren werden lange Zuckermoleküle, die Kristalle bilden, in kürzere geteilt. Der Honig erhält so eine cremige Konsistenz, was viele Verbraucher*innen schätzen.

Wie wird wirklich guter Honig hergestellt?

Günstiger Honig stammt meist aus Regionen, in denen ganzjährig Honig hergestellt werden kann. Damit entfallen Kosten für das Zufüttern, welche wir hier haben. Zudem sind die Personalkosten in vielen anderen Ländern viel geringer.

Prinzipiell kann überall auf der Welt guter Honig hergestellt werden. Neben der Unterstützung ortsansässiger Imker*innen und ökologischer Gründe, ist auch folgendes Argument bei der Kaufentscheidung wichtig: „Honig kann importiert werden, die Bestäubung aber nicht.”

Auch bei heimischen Honigen kommt es zu Preisunterschieden. So sind direkt vertriebene Honige, biologisch geimkerte Honige und seltene sowie schwer herzustellende Sorten (z.B. Heidehonig) teurer als Supermarktware.
Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass Qualitätshonige weniger Wasser und somit einen intensiveren Geschmack haben: Günstiger Honig hat meist einen Wassergehalt, der die von der Honigverordnung zugelassene Grenze von 20% enthält. Ein Qualitätshonig hat einen Wassergehalt von weniger als 18%, oft sogar nur zwischen 15-17%.

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